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Salz für Hamburg

Udo Hensen will die Tradition der Salzräume nach Hamburg bringen. Dafür arbeitet er seit fast einem Jahr. Um sich einen Marktüberblick zu verschaffen, steht er Woche für Woche auf Wochenmärkten. Und träumt dabei vom eigenen Laden.

Udo Hensens Gründertraum ist ein Salzraum.  Und der soll spätestens im Mai 2012 Wirklichkeit werden – dann nämlich, wenn  aus „Salz für Leib und Seele“ ein großer Laden mitten in Hamburg-Eimsbüttel wird. Die Räume hat er schon ausgesucht, Vertrag und Innenausbau sollen so schnell wie möglich folgen.

Salz in fast allen Formen gibt es bei Udo Hensen

Salz ist Udo Hensens Leidenschaft – in allen Formen.  Auf seinem Marktstand gibt es exotisches Salz, Badesalz, Salzpeelings und Salzlampen. Seit Juli steht er regelmäßig auf Wochenmärkten überall in Hamburg. „In erster Linie will ich damit testen, was auf dem Salzmarkt so los ist“. Er will Kunden und Lieferanten kennenlernen und ein Gefühl fürs Verkaufen bekommen. Manchmal macht er keinen oder kaum Umsatz – so wie an diesem kalten Vormittag im Dezember auf dem Markt in der Grundstraße. „Wenn schlechtes Wetter ist, dann kaufen die Menschen nur das Nötigste auf dem Markt“. Er bleibt dann auf seinen Salzprodukten sitzen und lädt nachmittags alles wieder in den silbernen Kleinwagen. Sein Marktstand ist klein und lässt sich auf kleines Format zusammenfalten. Damit ist er mobil, aber auch Wind und Wetter ausgesetzt. Seit sehr frühem Morgen steht er auf dem Markt, gegenüber ein Imbissstand, neben ihm der Gewürzmann. Trotzdem erklärt er begeistert jedes einzelne Produkt und bietet vorbeilaufenden Marktbesuchern selbstgebackene Plätzchen an. „Ich erkenne mittlerweile am Gang der Kunden, wie ich sie ansprechen muss“, sagt er. Auf Dauer kann er sich ein Leben als Marktverkäufer aber nicht vorstellen.

Udo Hensen vor seinem Marktstand.

Denn alles das ist neu für Udo Hensen. Er hat viele Jahre in Bayern als Abteilungsleiter gearbeitet, bis er zusammen mit seiner Lebensgefährtin in ihre Heimat Hamburg gezogen ist. „Hier stand ich vor der Frage: Was will ich mit meinem Leben machen?“. In Bayern sind beide gemeinsam oft in Salzräume gegangen und waren erstaunt, dass es in Hamburg kaum welche gibt. „Salarien sind unglaubliche Orte der Entspannung“. Sie ähneln Salzgrotten, davon gibt es bislang nur zwei in Hamburg. Salzräume gibt es insgesamt rund 250 in Deutschland.  Udos Salarium soll im Innenhof seines neuen Ladens entstehen.

Die erste Idee für einen Laden mit Salzraum kam ihm im Februar 2010, seitdem bastelt und plant er weiter am Traum. „Es wäre ein Fehler gewesen, den Laden sofort zu beziehen“. Denn erst habe er Kunden und Lieferanten kennenlernen müssen.  Seinen Gründertraum geht er geplant und gut überlegt an. Damit dann bei der Eröffnung in 2012 alles perfekt vorbereitet ist.

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Gründercafe in Eimsbüttel

Zum Abschluss der deutschlandweiten Gründerwoche haben sich Unternehmensgründer in Hamburg in gemütlicher Runde getroffen. Bei Adventsgebäck und Kaffee tauschten sie Erfahrungen aus und berichteten aus ihren Unternehmen. Manche haben gerade erst richtig losgelegt, andere sind nach zwei Jahren langsam schon aus der Gründungsphase raus. Die Ideen könnten unterschiedlicher kaum sein – aber eins haben alle gemeinsam: Sie wollen von ihrem Gründertraum berichten und voneinander lernen.

Die Fotografin, die seit kurzem ein Smartphone hat und begeistert ist, dass sie ihren Terminkalender jetzt endlich immer dabei hat und nicht nur im Büro auf dem Computer. Die Ordnungsfee, die Häuser, Arbeit und sogar Leben von Menschen aufräumt. Und vor kurzem ihren spektakulärsten Fall in einem Messie-Haushalt hatte. Der Personalmanager, der für Firmen eine Personalabteilung in einer Person ist und neuerdings sein Hobby zum zweiten Beruf macht. Er vermietet Oldtimer an Produktionsfirmen von Filmen. Eigentlich als nettes Hobby gedacht, verdient er damit auf einmal Geld. Die IT-Effizienzberaterin, die ebenfalls ein Blog betreibt und ihre Gründerkollegen vom Social Media Marketing überzeugen will.

Die Marketingberaterin, die vor kurzem von Bayern zurück in ihre Heimatstadt Hamburg gezogen ist und hier neu anfängt. Sie berät vor allem Online-Shops für Mode und schwärmt von der traumhaften Sicht auf die Elbe im Konferenzraum ihres größten Kunden.  Und schließlich der Salz-Fanatiker, der gerade erst ein perfektes Landelokal für seinen Gründertraum gefunden hat. Darin wird es einen Salz-Shop geben, eine Heilpraktiker-Praxis und als Highlight einen Salzraum im Innenhof. Mit mehreren Tonnen Salz will er dort einen einmaligen Entspannungsraum schaffen. „45 Minuten dort und man fühlt sich wie nach einem Tag am Meer“, sagt er.

Spannende Gründerträume – die es hier bald zu lesen geben wird.

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